Klassiker

Froschkönig – die wahre Geschichte

Es war einmal ein kleiner Frosch, der aber verzaubert war. Er wusste, dass es nur einen Weg gab, wieder zurückverwandelt zu werden. Nämlich der Kuss einer echten Prinzessin. Er wohnte in dem Garten einer solchen. Aber die Prinzessin wollte nichts von dem Frosch wissen. Da er sie aber Tag für Tag nervte und unbedingt einen Kuss von ihr wollte, sann sie nach einem Plan, ihn loszuwerden.

Sie schickte einen Diener, den Frosch in einem Sack fortzuschaffen und zwar in den tiefen Wald. Der Sack aber, hatte ein Loch, durch das der Frosch zuvor gesammelte Steine werfen konnte. Als der Diener weg war, musste der Frosch nur den Steinen folgen, um nach Hause zu kommen. Als der Frosch am nächsten Tag wieder da war, ließ die Prinzessin ihn abermals in den Wald bringen. Doch diesmal hatte der Frosch es nicht geschafft, Steine zu sammeln, sondern hatte sich nur ein altes Brot schnappen können. Diesmal verteilte er das Brot. Doch schon bald kamen die sieben Raben und fraßen das Brot auf.

Der Frosch irrte nun durch den Wald. Da begegnete ihm ein Kater, der hatte einen großen Hut auf und Stiefel an den Füßen. Den fragte er nach dem Weg aus dem Wald. Doch der Kater sagte, er wisse es nicht. Bald darauf traf er einen Bär, doch auch dieser konnte ihm keine Auskunft geben. Weiter irrte er durch den Wald. Schließlich hörte er fröhliches Lachen. Er ging dem nach, da sah er sieben Geißlein, die fröhlich vor einem Haus spielten. Gerade, als er sie nach dem Weg aus dem Wald fragen wollte, kam ein Mädchen auf die Wiese. Es hatte eine rote Mütze auf dem Kopf und einen Korb in der Hand, aus dem ein Flaschenhals ragte. „Tag, Rotkäppchen!“, riefen die Geißlein. „Komm, spiel eine Runde mit!“ „Aber ich muss zur Großmutter!“ „Bitte, schlag uns das nicht ab!“ Schließlich willigte Rotkäppchen ein. Und die acht hatten viel Spaß.

In dem Schloss aber, das weit entfernt lag, trat die böse Königin vor ihren Spiegel und sagte: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist am fröhlichsten hier im Land?“ Da zeigte der Spiegel der Königin das Bild, das sich vor dem Haus abspielte: Rotkäppchen und die sieben Geißlein. Da sie aber alles Fröhliche hasste, schwor sie sich, die acht zu töten. So verwandelte sie alle in Kieselsteine.

Der Frosch hatte alles mir angesehen und wusste sofort, dass das die böse Königin gewesen sein musste, denn sie war überall für ihre böse Magie bekannt. Schnell hüpfe er los, um Hilfe zu holen. Bald darauf traf er den Bär. „Bär!“, rief er, „Hilf mir!“ Und er erzählte schnell die Geschichte. Der Bär machte sich sofort auf den Weg zum Schloss, Als er dort war, drang er in das Schloss ein und erschlug die Königin. In dem Moment, als die Königin tot umfiel, fiel auch die Haut des Bären ab und er ward ein schöner Prinz. Doch nun musste er schnell hinaus, denn um das Schloss herum begann eine Dornenhecke zu wachsen. Sie wuchs schnell und der Prinz konnte gerade noch über die Hecke hinwegsetzen. Mit dem Tod der Königin waren aber auch die acht Verzauberten wieder frei.

Alle kamen nun auf das Schloss der Prinzessin, die den Frosch nicht küssen wollte. Doch der Frosch war kein Frosch mehr, sondern ein Mann, der sich von nun an königlicher Schatzmeister nennen durfte. Der Prinz und die Prinzessin heirateten und Rotkäppchen, der gestiefelte Kater und die sieben Geißlein waren die Trauzeugen und Hochzeitsgäste.