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Staufer-Team qualifiziert sich als einziges deutsches Team bis ins Finale beim CERN

(Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 08.01.2019)


Waiblinger-Zeitung vom 12.01.2019

Wir sind stolz auf unsere Finalisten und drücken die Daumen!



Unser Ausflug zum CERN

Im Frühjahr nahmen wir, 2 Schülerinnen und 3 Schüler aus der J1 am Wettbewerb „Beamline4Schools“ des CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) teil. Dabei dürfen Teams von der ganzen Welt Experimente entwickeln, die am CERN durchgeführt werden können und einen Text und ein kurzes Video dazu erarbeiten. Die beiden besten Teams dürfen dann für eine Woche ans CERN bei Genf in der Schweiz reisen und ihr Experiment durchführen.



Wir informierten uns erst über die technischen Möglichkeiten, die das CERN bietet. Das CERN kann Teile von Atomen beschleunigen und dann aufeinandertreffen lassen, sodass sehr kleine Teilchen entstehen, die wir dann mit unserem Experiment untersuchen können. Dazu steht den Teams eine Auswahl an Detektoren zur Verfügung, die beispielsweise Geschwindigkeit, Energie oder Richtung der Teilchen messen können.




Wir entschieden uns, einem Phänomen auf die Spur zu gehen, das wir alle kennen: Blitze. Diese entstehen bei Ladungsunterschieden in den Wolken, allerdings wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass diese Ladungsunterschiede nicht genügen, um einen Blitz auszulösen. Die wirklichen Auslöser sind kosmische Strahlen, also subatomare Partikel, die im CERN untersucht werden können. Wir planten also, in einem Plattenkondensator eine hohe Spannung anzulegen, die aber noch nicht zum Blitz reicht. Dann sollten zwischen diesen Platten verschiedene subatomare Teilchen „durchgeschossen“ werden. Diese Teilchen wollten wir beobachten und deren Eigenschaften messen, wir wollten untersuchen, ob bei dem Auslösen eines Blitzes neue Teilchen entstehen und deren Eigenschaften auch messen und untersuchen, welche Teilchen überhaupt einen Blitz auslösen.


Wir führten dazu auch ein Vorexperiment in der Schule durch, indem wir eine radioaktiv strahlende Probe auf einen geladenen Plattenkondensator richteten, und filmten die dabei zu beobachtenden Blitze. Daraus schnitten wir dann ein kurzes Video und schrieben einen englischen Text, in dem wir unser Experiment sowie dessen wissenschaftlichen Nutzen schilderten.
Auch wenn wir nicht unter die ersten beiden Teams kamen und unser Experiment nicht durchführen konnten, wurden wir „short listed“, kamen also unter die ersten 30 Teams und gewannen damit einen kleinen Teilchendetektor, den wir hoffentlich im Frühjahr 2019 zugeschickt bekommen.

Zudem fuhren wir am 12.12.2018 ans CERN, was eine 6-stündige Autofahrt pro Richtung mit sich zog. Wir trafen uns also nachts um 2 am Staufer-Parkplatz, um nach Genf zu fahren. Dort angekommen bekamen wir eine sehr interessante Führung, in der uns die Wirkungsweise des CERN erklärt wurde und wir Einblicke in aktuelle Experimente bekamen. Uns wurden Themen aus der Kernphysik erklärt sowie die gigantischen Ausmaße des 27(!) Kilometer langen Beschleunigungsring des CERN gezeigt. Nach einer leckeren Pizza in der Kantine des CERN ging es wieder nach Hause, wo wir abends um ca. 21:30 Uhr ankamen.

T: Ben Müller (J1)