Insektenschokolade

Auch in diesem Jahr setzten sich die Schüler*Innen des 4 stündigen Chemiekurses (J1) mit (semi)essentiellen Aminosäuren, (Poly-)Peptiden und  Proteinen auseinander. Neben der bloßen Theorie stand wieder die eine gesellschaftliche Fragestellung im Zentrum der ansonsten rein naturwissenschaftlichen Betrachtung
„Wie kann eine zusehends wachsende Weltbevölkerung in Zeiten knapper werdender Ressourcen auch in Zukunft mit proteinreicher Nahrung versorgt werden?“

Zwar sind den meisten die aktuellen Probleme eines unreflektierten Fleischkonsums durchaus bewusst. Doch geraten Massentierhaltung, Antibiotika-Einsatz und ethische Aspekte der Tierhaltung beim Griff ins Kühlregal doch meist eher in Vergessenheit. Dass eine Kuh knapp 25kg Futter für 1kg Massenzuwachs fressen und man mit dem dafür benötigten Wasser knapp 1Jahr lang duschen könnte wissen hingegen die wenigsten.

Umso wichtiger erschien es, eine neue, in unseren Breiten vernachlässigte Nahrungsquelle zu erschließen, Hemmungen abzubauen und dabei auch etwas chemisches Wissen wiederholen zu können.














Selten hat z.B.:
•    die Betrachtung der Denaturierung der Proteine, welche beim Erhitzen der gefriergetrockneten Insekten ablief oder aber
•    die Veranschaulichung der Stereoisomerie anhand des sogenannten „Fettreifs“ die warme Schokolade weiß erscheinen lässt

 

 


•    das „Erschmecken“ oder besser „Erknuspern“ des Chitins, welches im Rahmen der Polysaccharide noch eingehender betrachtet werden wird
so viel Spaß gemacht.







(T + B: Eh)