Rund um 750 Jahre Staufer

Musiktheater




Dokumentation 750–jähriges Jubiläum des Staufer-Gymnasiums

750 Jahre wird das Staufer-Gymnasium im Jahre 2017 alt. 750 Jahre? In der Tat! Vor 750 Jahren, im Jahre 1267 war der Mönch Algozus ‚Lehrer in Wabelingen‘ und die Existenz der ursprünglichen Lateinschule wurde schenkungsurkundlich bezeugt. Dieses Jubiläum wurde in zwei großen Aufführungen eines Musiktheaters gefeiert. Die Planungen dafür begannen schon vor zwei Jahren, wobei die Grundidee darin bestand, möglichst viele Schüler in das Projekt mit einzubeziehen.
Dies teilte uns Kerstin Weigel, Musiklehrerin und Leiterin der Big-Band mit. Aus einzelnen Ideen, verschiedenen Szenen und vielen Einfällen entstand ein Musiktheater, das seines gleichen sucht. Die Proben begannen bereits vor vielen Wochen vor der Aufführung und in der Woche vom 29.05.17 bis zum 2.06.17 zog gewissermaßen die halbe Schule nach Beinstein um. Nach Beinstein? Geplant waren die Aufführungen im Waiblinger Bürgerzentrum, welches aber durch einen Brand nicht mehr zur Verfügung stand. Wir, die Klasse 10e berichten nun von der Aufführung:


Aufführung

Abends, gegen 19 Uhr war es dann soweit. Nach der einführenden Festrede von Herr Losch begannen der Staufer- Chor, das Staufer- Orchester, die Big-Band und einige Choreographen mit einer dramatischen Einleitung der Vorführung durch die Carmina Burana.
Folglich startete die Darstellung des Lebens Friedrich des Zweiten mit dem „Geburtsschrei“, welcher von den Klassen 5a, 5b, 5c und der StiBi AG aufgeführt wurde. Zudem noch von dem gesamten Chor, Orchester und der Big Band begleitet, welche in jeder Szene eine wichtige Rolle in der Geräuschgestaltung hatten und die Aufführung im eindrucksvoll untermauerten. Die Fünftklässler überzeugten mit einem gut durchdachten Schauspiel zur Geburt des Fürsten.
Auf Spielerische Weise wurde uns nun der Streit um die Krone zwischen der geistlichen und der weltlichen Macht in der Aufführung „Machtkampf“, welche ebenfalls von der 5a, b, c und der StiBi AG dargestellt wurde, präsentiert.
Um nun auf Friedrichs Leidenschaft der Falknerei einzugehen, stellte uns die Klasse 9c sowie Einzelakteure die Falknerei und ihre Bedeutung im Mittelalter vor, welche anschließend in der herausragenden Choreographie zu dem Stück „Another Brick in the Wall“ des Stauferchors und der Big Band mündete und von einem atemberaubendem Gitarrensolo Jakob Dannels abgeschlossen wurde.



Die Stimmbildungs-AG hatte nun ihren vorletzten Auftritt in dem Stück „Der Kreuzzug“, wo sie mit ihrer dreistimmigen Sprechfuge viele Zuschauer begeisterten. Zudem ließ Marian Wehrstein durch seinen beeindruckenden Vortrag die Leute staunen.
Hierbei wurde die Verfeindung von Papst und König verdeutlicht.







Die Stimmung wurde ordentlich aufgeheizt, als Louis Müller lautstark den Showdown zwischen „Friedrich & al-Kamil“ verkündete.
Abgeschlossen wurde die abendliche Vorführung mit Szene 7 „die Weissagung“, wobei Friedrich von einer Wahrsagerin offenbart wurde, dass 17 Jahre nach seinem Tod eine Schule nach ihm benannt werden würde




und schloss somit die Vorführungsakte mit einem positiven Ausgang ab.
Schlussendlich wurde die „Carmina burana“ ein zweites Mal aufgeführt, die von einer beeindruckenden Tanzchoreographie von Schülerinnen aus der 9. bis zur 11. Klasse begleitet wurde. Am Ende dankte Herr Losch allen Beteiligten. (T & B: Klasse 10e)



Dank unseres Schulleiters:

Das Staufer-Gymnasium dankt für die Aufführung des Jubiläumsprojektes
Herzlichen Dank an alle mitwirkenden Schülerinnen und Schüler für ihr besonderes Engagement, ihre Zeit, ihre Spielfreude und musikalischen Darbietungen.

Besonderer Dank für viel Zeit, viel Energie und viel Kreativität, die einzelnen Szenen „ganz nebenbei“ inhaltlich und organisatorisch mit Leben gefüllt zu haben, gebührt: Frau Engel, Frau Fessler; Frau Gawehn, Frau Glock, Herrn Kleinbub, Frau Pob, Frau Reiniger, Frau Schuler, Herr Stein, Frau Streuber, Frau Varadi, Frau Weigel und Herrn Zimmer.

An frühen Stellen des Projektes „Ja, mache ich!“ gesagt und so Schritt für Schritt mehr Verantwortung auf sich geladen hat: Frau Hallstein – und wurde so sehr schnell zur herausragenden Figur der Gesamtkoordinatorin, die mit Weit- und Detailblick, dem Setzen von Grenzen und Terminen und mit einem Talent und Beharrlichkeit die wichtigen Fragen an den richtigen Stellen äußern und Antworten zu dokumentieren, aus diesen Antworten wieder neue Klärungsfragen abzuleiten, das Projekt in dieser Realisierung erst hat umsetzen können – herzlichen Dank Frau Hallstein!
 
Damit ist ein Projekt entstanden, das nicht nur auf künstlerisch-ästhetischer Ebene, vielgestaltiger Bandbreite, stimmiger und abwechslungsreicher Dynamik und Intensität, höchster Koordination, und mit hohem Anspruch herausragend war, sondern zudem einen pädagogischen Wert bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern vermittelte, der für die Persönlichkeitsentwicklung elementar ist. Zugleich verschaffte uns „#friedrichII.“ nicht nur aufgrund der ironisch gebrochenen Hymne auf den einstigen Herrscher eine tolle Möglichkeit, uns alle als Teil des Staufer-Gymnasiums zu fühlen, unseren Zusammenhalt zu pflegen und uns mit unserer Schule zu identifizieren. Möge uns dieser Staufer-Geist erhalten bleiben!

Volker Losch


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